Google is watching you! "Don't be evil" ? – Pah..

(Nord-)Deutschland wehrt sich gegen Street View

Posted in Überwachung, Klagen, Verhandlungen, Street View by giwy on 2008-09-29

Nachdem die Google-Fahrzeuge bereits einige deutsche Großstädte wie z.B. Berlin, Frankfurt, München und Köln für ihren Dienst „Street View“ abfotografiert haben, sollen nun auch kleinere Gemeinden an der Reihe sein, im Bild-Sortiment verewigt zu werden.

Dass dies für ländliche Eigenheimbesitzer eine untragbare Sache sei, findet auch Marit Hansen, stellvertretende Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein. Die Gemeinde Molfsee bei Kiel (Kreis Rendsburg-Eckernförde) will Google die Fotoaufnahmen nun verbieten. Wir lassen uns das nicht gefallen. Wir wollen nicht mit unseren Häusern im Internet zu sehen sein“, erklärt der örtliche CDU-Fraktionschef Reinhold Harwart den Lübecker Nachrichten. „Auf den Fotos ist doch alles zu sehen. Das öffnet Verbrechern Tür und Tor zu unseren Häusern.

Unrecht hat Harwart mit seiner Kritik nicht. Da von den Fahrzeugen nicht nur die Häuser selbst, sondern eben auch Autos, sowie evtl. offene Garagen und Haustüren in durchaus nennenswerter Qualität fotografiert werden, könnte dies von zwielichtigen Personen in der Tat zur auskundschaftung von gehobenen Wohnvierteln und den entsprechenden Objekten dienen.

Das Fotografieren ganzer Straßenzüge ist in Deutschland nicht verboten. Molfsee, eine Gemeinde mit 4.800 Einwohnern, will sich deshalb mit einem Trick helfen und eine Sondernutzungserlaubnis nach der Straßenverkehrsordnung einfordern. Harwart: „Google muss die Sondernutzung der Straße beantragen, wenn die bei uns filmen wollen – und diesen Antrag werden wir ablehnen.“

Bereits im Juli 2008 hatte Bundesdatenschützer Peter Schaar gesetzliche Grenzen für Google Street View gefordert. Die Rundum-Straßenfotos sollten nur nach vorheriger Einwilligung der betroffenen Anwohner und Passanten nutzbar sein.

Quelle: .golem

Überwachungsfreie Alternative zu Google’s Chrome

Posted in Überwachung, Chrome, Iron, Tips & Tricks by giwy on 2008-09-26

„Jung, du brauchst mehr Eisen!“ … diesen oder einen ähnlichen Satz hörten wir früher immer von Mutti. Spinat, Rosenkohl, Karotten, Porree, Schnittlauch, Grünkohl, Feldsalat, Erbsen, Broccoli, Zucchini, Vollkornprodukte und einiges mehr stand da oft auf dem Programm, um gesundheitlich fit zu bleiben.

Eine ähnliche „Gesundheitskur“ könnt ihr nun auch eurem PC verschaffen. Wie GiWY bereits berichtete, überträgt Google’s Browser „Chrome“ per Standart Daten über euer Surfverhalten an das Unternehmen. Es ist zwar möglich, diese abzuschalten ( -1-, -2- ) oder per Programm zu manipulieren, eine bereits per Standart eingebaute Lösung dürfte den meisten aber am Allerliebsten sein. Die Firma SRWare hat nun eine solche Variante des Chrome-Browsers herausgebracht und kostenfrei zum download bereit gestellt. Auf der Homepage findet ihr auch eine kurze Vergleichs-Übersicht, was genau denn nun geändert bzw. verbessert wurde, die wir auch unter diesem Artikel eingefügt haben.

Vom optischen her ist also alles beim alten, nur unter der Motorhaube hat sich einiges getan. Demnach soll Iron ohne eindeutige Client-ID, das Anlegen eines Zeitstempels bei Installation, den Google Updater und den umstrittenen Vorschlag-Dienst Suggest auskommen. Zudem soll der Browser falsch eingegebene Webseiten (Alternate Error Pages), Fehlerberichte (Error Reporting) und Informationen zum Download von Chrome nicht an Google senden (RLZ-Tracking).

Achten sollte man jedoch auf die Tatsache, dass im Kern immernoch dieselbe Software arbeitet, und daher immernoch Sicherheitslücken vorhanden sein können.

Quellen: .SRWare (Iron-Homepage), .SRWare (Chrome vs. Iron), .Blogoscoped

Die Knackpunkte von Google Android: daran wird es hapern!

Posted in Android, Überwachung by giwy on 2008-09-24

Ein Handy besitzt jeder. Oder sagen wir fast jeder. Ich tippe mal 98/100 Menschen haben eins. Und darin wird natürlich auch so einiges gespeichert und abgelegt. Angefangen von SMS und Kalenderterminen, über persönliche, manchmal gar nicht jugendfreie Fotos, bis zur Nutzung als Wechselspeicher für Dokumente und Daten. So ist auch für nahezu jeden Nutzer der Verlust seines elektronischen Lieblings ein Weltuntergang. Schliesslich möchte man nicht, dass Fremde an die eigenen Daten kommen, in der Regel sind die Geräte ja allenfalls mit einem PIN versehen, Speicherkarten so gut wie nie. Doch wie ist das mit einer Firma, die bekannt und berüchtigt dafür ist, Daten zu verwerten und ihr Geld in erster Linie durch Werbung zu verdienen?

Google stellte am gestrigen Dienstag offiziell zusammen mit T-Mobile sein Betriebssystem „Android“ vor. Das zugehörige Gerät, mit dem das OS vertrieben wird, ist kein besonderes, ein HTC Dream. Der Knackpunkt ist aber die Software. Seit -November 2007- entwickelte die Firma, nun ist das Projekt fürs erste abgeschlossen und das Mobiltelefon soll zügig in den USA und später auch in Europa / Asien auf den Markt kommen.

Interessanterweise soll das Gerät erstmal nur an Läden abgegeben werden, die in einem bestimmten Radius des 3G-Netzes von T-Mobile liegen. Ich nehme stark an, dass sich Google dadurch eine starke Nutzung seiner Dienste erhofft, welche sich in Verbindung mit dem für die Connectivity unumgänglichen Googlemail-Account prima für Content-specific Ads bzw. User-specific Ads nutzen lässt. Die Formel hierzu ist denkbar einfach: wer nur mit langsamer Geschwindigkeit surfen kann, nutzt die Dienste seltener; je schneller, je öfter. Ergo mehr Daten und mehr Geld für Google.

Auch das Google-Mobile-Team selbst gibt dieses Vorhaben offen zu:

At YouTube, we are constantly testing new ways to deliver the kinds of ads that contribute to the user experience while making the most sense for advertisers, and we’ve learned a lot about what works for YouTube and what doesn’t.

Bevor jetzt einige „Hey, aber das OS ist doch Open-Source“ schreien: Ja, ihr habt Recht. Allerdings nur zum Teil, denn der Kern ist nach wie vor in den Händen von Google. Wer garantiert mir, dass sich hier nicht irgendwelche zwielichtigen Machenschaften verbergen? Nachdem schon im August in einem Interview mit Apple-Chef Steve Jobs bekannt geworden war, dass das IPhone eine Hintertür eingebaut habe (Angeblich zur Entfernung von Schadprogrammen vom Gerät, Anm. des Autors), kam unlängst heraus, dass das Gerät sogar während des Betriebs vollautomatisch Screenshots erstelle. Angeblich natürlich nur aus ästhetischen Gründen, niemand wolle dem Nutzer etwas böses.

Ein Schelm, wer beim Google-Phone nun böses denkt. ;)

Ich bin gespannt, was passiert und wann wir von den ersten Exploits hören werden.

Quellen: .Google-Mobile , .Gulli , div. weitere.

Google Health: Warum es sich in Deutschland nicht durchsetzen würde

Posted in Überwachung, Health by giwy on 2008-09-17

Bereits seit Mai diesen Jahres bietet Google in Amerika einen Dienst an, der tief in die Privatsphäre jedes einzelnen Nutzers eingreift: Google Health nennt er sich, neben Microsofts „Healthvault“ ein weiteres Projekt zur elektronischen Speicherung von Patientendaten. Sinn und Zweck solle hierbei sein, Patienten künftig ihre gesamten Gesundheitsdaten ins Netz stellen zu lassen, um sie „sicher, geschützt und kostenlos“ (O-Ton Werbung) an einem Ort zu vereinen. Mit dieser Hilfe sollen sie sich mit Ärzten und anderen Gesundheitsversorgern nach Bedarf digital austauschen können. Die Anbieter wollen damit den Papierkrieg im Gesundheitswesen eingeschränken und die Aktualität der Gesundheitsakten sicherstellen.

Kritiker werfen dem Unternehmen jedoch vor, letzten Endes gehe es vor allem darum, Pharma- und Gesundheitsprodukte zu vermarkten. Auch Deutschlands oberster Datenschützer Peter Schaar äussert seine Bedenken: „Gesundheitsdaten werden bei uns besonders geschützt. Ihre Verwendung ist gesetzlich strikt geregelt. Jede Nutzung für andere Zwecke ist ausgeschlossen.“ Wer dagegen verstoße, mache sich strafbar. Selbst Strafverfolgungsbehörden dürften die Daten bei Ärzten nicht beschlagnahmen. „Weltweit gibt es einen derartigen Schutz aber nicht“.

Auch Fragen nach dem Schutz vor Ausforschung von besonders sensiblen Einrichtungen wie Frauenhäusern und Altenheimen werden von Google hierbei offen gelassen.

Wir können also froh sein, dass unser Datenschutzwesen in dieser Hinsicht noch so gut funktioniert, auch wenn es an anderen Stellen bereits kräftig bröckelt (Stichwort Schäuble / Bundestrojaner).

D-Radio hat zu diesem Thema ein Interview mit dem Berliner Landesbeauftragten für den Datenschutz, Alexander Dix, geführt. Dieser äussert sich zwar kritisch zu Google Health, befürwortet im Gegenzug jedoch die elektronische Gesundheitskarte. Diese sei „die bessere Variante“, da sie sehr klare Datenschutzbestimmungen enthalte, „die in den USA vollkommen fehlen“. Meiner Meinung nach eine ziemlich unverständliche Haltung, wo doch offensichtlich ist, dass diese – wenn auch auf auf anderem Wege als Google Health – den Weg zum gläsernen Bürger voranführen wird.

Quelle: diverse
Link: D-Radio Interview

Filme zum Thema Google und Überwachung

Posted in Überwachung by giwy on 2008-09-14

In den letzten Tagen habe ich mich des öfteren gefragt, ob es eigentlich Filme zum Thema Google bzw. Überwachung gibt. Neben den klassischen und oftmals schlecht gemachten TV-Filmen wie „23“, „WarGames“, „Hackers“ und „StartUp“, die eher nur am Rande das Thema Überwachung beleuchten, gibt es jedoch auch ein paar kleinere Netz-Projekte, die es durchaus wert sind, angesehen zu werden.

Da wären:
Panopti.com von Johannes Widmer aus dem Jahre 2006, ein interaktiver Film, der auf sehr intelligente Art über die zunehmenden Überwachungsmöglichkeiten im Alltag informiert, Google’s Masterplan von Ozan Halici & Jürgen Mayer und zuletzt wäre noch EPIC 2015 von Robin Sloan und Matt Thompson zu erwähnen.

Wie ist eure Meinung zu den Filmen? Steckt in Ihnen (ein Funken) die Wahrheit? Oder ist das alles Unfug? Kennt ihr vll. noch weitere Filme zu dem Thema, die hier noch nicht erwähnt wurden?
Ich freue mich auf eure Comments.

Whoppala: Nicht nur Chrome telefoniert nach Hause – der Firefox tut es auch! ** UPDATE: FF überträgt keine Daten! **

Posted in Überwachung, Tips & Tricks by giwy on 2008-09-12

Irgendwie haben wir es ja schon immer geahnt: eigentlich müsste der Firefox doch auch zu Google „nach Hause telefonieren“. Google würde sicher nicht – gut 60 Mio. Dollar pro Jahr – in den Firefox investieren, wenn sich dem gegenüber der Sinn nicht erschliessen würde.

Heise präsentiert es uns nun aber schwarz auf weiss:
Man filtere die about:config in der Adresszeile nach „safe“, anschliessend stösst man früher oder später auf browser.safebrowsing.enabled . Der Wert dieser Codezeile ist hierbei standartmässig auf true eingestellt, d.h. alle von euch aufgerufenen Websites werden vollautomatisch zu einer Überprüfung an Google übersandt. Hier wird anhand einer Liste überprüft, ob es sich um eine infizierte Site handelt.

Abhilfe schafft eine einfache Umstellung von true auf false per Doppelklick.

Quelle: .heise

**UPDATE**

Heise den Artikel nun dahingehend korrigiert, dass der FireFox wohl doch keine Daten an Google übertrage. Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt.

Zitat:

Offenbar bezieht sich SuMa („Gemeinnütziger Verein zur Förderung der Suchmaschinen-Technologie und des freien Wissenszugangs“, Anm. d. Aut.) auf den bekannten Phising-Schutz in Firefox. Allerdings überträgt dieser keineswegs alle URLs an Google. Statt dessen lädt er gelegentlich eine Liste von bekanntermaßen bösartigen URLs von Google auf den PC herunter. Mit diesen vergleicht Firefox die aufgerufenen URLs lokal – also auf dem Rechner des Benutzers. Erst wenn er eine Übereinstimmung findet, wird bei Google nachgefragt, ob dieser Eintrag noch aktuell ist. Eine Kommunikation mit Google findet also nur statt, wenn eine bekanntermaßen bösartige URL aufgerufen wurde. Wer auch das nicht möchte, kann die Warnungen unter „Extras > Einstellungen > Sicherheit“ abschalten.

Beim Datenabgreifen gehts jetzt rund: Google wird ISP!

Posted in Allgemeines, Allgemeines zu Google, Überwachung by giwy on 2008-09-11

Google will zusammen mit Medienmanager John Malone und der Großbank HSBC in Schwellenländern günstige drahtlose Webzugänge vermarkten. Zu diesem Zweck haben die drei Geschäftspartner das Unternehmen O3B Networks gegründet.

O3B steht für „other three billion“ – die anderen drei Milliarden Menschen, für die schnelle Breitbandinternetzugänge derzeit wirtschaftlich nicht realisierbar sind. Google möchte hierfür 16 Satelliten beim franz. Hersteller Thales erstehen. Kosten soll das Projekt insg. ca. 750 Mio. $, bis jetzt haben alle beteiligten jeweils ca. 20 Mio. $ investiert.

Google-Manager Larry Alder sagte, das Projekt senke die Kosten für Bandbreite in solchen Märkten um 95 Prozent. Dies passe sehr gut zu Googles Mission, die Internetnutzung in Entwicklungsländern zu fördern, sagte er. „Es ist sehr variabel in der Größe“, sagte Alder. „Wir bei Google mögen Projekte, wo sehr viel Größe möglich ist.“(Das haben wir ja bereits in der Vergangenheit gesehen)

Die Satelliten sollen bis Ende 2010 einsatzbereit sein, die notwendigen Sendefrequenzen habe man bereits.

Momentan arbeite man daran, Kommunikationsunternehmen für das Vorhaben zu gewinnen.

Quelle: .Financial Times Deutschland

Google vermarktet Fernsehwerbung für NBC Universal

Posted in TV-Ads by giwy on 2008-09-10

Google AdWords sollte ja inzwischen jedem ein Begriff sein. Ein typisches Werbemittel von Google eben. Und als ob es noch nicht reichen würde, Werbeplätze im Radio und in diversen Zeitungen einzukaufen, hebt man nun mit „TV-Ads“ eine neue Plattform auf eben dieser Basis aus der Wiege.

Zunächst sollen nur die Sender Sci Fi, Oxygen, CNBC, Sleuth und Chiller in das Projekt des Werbe-TV’s einbebunden werden, ausserdem wird sich wohl auch noch MSNBC, an dem Google-Konkurrent Microsoft noch mit 18 Prozent beteiligt ist, hinzugesellen. Später sollen weitere Sender folgen.

Werbetreibende könnten den Erfolg ihrer Kampagnen quasi in Echtzeit verfolgen und schnell auf den Erfolg oder Misserfolg der TV-Spots reagieren. Für das Google-Angebot wird über die Settop-Boxen der Fernsehzuschauer registriert, wie viele Menschen die TV-Spots anschauen oder bei Werbeeinblendungen auf einen anderen Kanal umschalten. Die Protokollierung des Nutzerverhaltens geschieht nach Angabend der Betreiber anonymisiert.

Quelle: .Heise

Aufatmen bei Datenschützern: Google verkürzt nochmals Speicherdauer von IP-Adressen

Posted in Allgemeines zu Google, Überwachung by giwy on 2008-09-09

Nachdem Google bereits 2007 die Speicherdauer von IP-Adressen bei Eingaben in ihrer Suchmaschine von 24 (und mehr) Monaten auf 18 Monate begrenzt hatte, gibt es nun erneut Grund zur Freude: wie Heise berichtet, will der Suchmaschinen- und Datenkraken-Gigant die Speicherdauer der Daten halbieren und somit auf 9 Monate reduzieren.

Die Firma versucht dadurch offenbar, Datenschützer zu besänftigen, die eine generelle Abschaffung oder aber nur sehr kurzzeitige Speicherung der Daten fordern.

Quellen: .Heise , .gulli:news

Google Maps zeigt nun auch Hausnummern an

Posted in Überwachung, Maps by giwy on 2008-09-09

Und wieder ein kleiner Schritt mehr zur totalen Überwachung der Menschen. Egal, ob man will oder nicht, ab sofort zeigt Google Maps bei der Suche nach Adressen auch die jeweiligen Hausnummern an. Während die Deutschen noch Glück haben, weil bei ihnen nur die erste und die letzte Ziffer einer Straße / Querstraße angezeigt wird, sind die Verhältnisse in Australien und anderswo nicht so gut. Dort werden nämlich ausnahmslos alle Nummern angezeigt.

Dieses Feature ist übrigens weltweit außer in den USA geschaltet.

Quelle: .GoogleWatchBlog