Google is watching you! "Don't be evil" ? – Pah..

Google Health: Warum es sich in Deutschland nicht durchsetzen würde

Posted in Überwachung, Health by giwy on 2008-09-17

Bereits seit Mai diesen Jahres bietet Google in Amerika einen Dienst an, der tief in die Privatsphäre jedes einzelnen Nutzers eingreift: Google Health nennt er sich, neben Microsofts „Healthvault“ ein weiteres Projekt zur elektronischen Speicherung von Patientendaten. Sinn und Zweck solle hierbei sein, Patienten künftig ihre gesamten Gesundheitsdaten ins Netz stellen zu lassen, um sie „sicher, geschützt und kostenlos“ (O-Ton Werbung) an einem Ort zu vereinen. Mit dieser Hilfe sollen sie sich mit Ärzten und anderen Gesundheitsversorgern nach Bedarf digital austauschen können. Die Anbieter wollen damit den Papierkrieg im Gesundheitswesen eingeschränken und die Aktualität der Gesundheitsakten sicherstellen.

Kritiker werfen dem Unternehmen jedoch vor, letzten Endes gehe es vor allem darum, Pharma- und Gesundheitsprodukte zu vermarkten. Auch Deutschlands oberster Datenschützer Peter Schaar äussert seine Bedenken: „Gesundheitsdaten werden bei uns besonders geschützt. Ihre Verwendung ist gesetzlich strikt geregelt. Jede Nutzung für andere Zwecke ist ausgeschlossen.“ Wer dagegen verstoße, mache sich strafbar. Selbst Strafverfolgungsbehörden dürften die Daten bei Ärzten nicht beschlagnahmen. „Weltweit gibt es einen derartigen Schutz aber nicht“.

Auch Fragen nach dem Schutz vor Ausforschung von besonders sensiblen Einrichtungen wie Frauenhäusern und Altenheimen werden von Google hierbei offen gelassen.

Wir können also froh sein, dass unser Datenschutzwesen in dieser Hinsicht noch so gut funktioniert, auch wenn es an anderen Stellen bereits kräftig bröckelt (Stichwort Schäuble / Bundestrojaner).

D-Radio hat zu diesem Thema ein Interview mit dem Berliner Landesbeauftragten für den Datenschutz, Alexander Dix, geführt. Dieser äussert sich zwar kritisch zu Google Health, befürwortet im Gegenzug jedoch die elektronische Gesundheitskarte. Diese sei „die bessere Variante“, da sie sehr klare Datenschutzbestimmungen enthalte, „die in den USA vollkommen fehlen“. Meiner Meinung nach eine ziemlich unverständliche Haltung, wo doch offensichtlich ist, dass diese – wenn auch auf auf anderem Wege als Google Health – den Weg zum gläsernen Bürger voranführen wird.

Quelle: diverse
Link: D-Radio Interview

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