Google is watching you! "Don't be evil" ? – Pah..

Nach Schleswig-Holstein wehrt sich nun auch Sachsen gegen StreetView

Posted in Überwachung, Klagen, Verhandlungen, Street View by giwy on 2008-11-27

Vor ca. 2 Monaten berichteten wir darüber, dass Schleswig-Holstein, oder genauer die dort beheimatete Gemeinde Molfsee sich aktiv gegen das Abfotografieren ihrer Wohngebiete durch die StreetView-Fahrzeuge zur Wehr setzten. Und obwohl auch Lübecks Innensenator Thorsten Geißler ankündigte, rechtliche Möglichkeiten gegen den US-Internetkonzern zu prüfen, reichte allein der geäusserte Unmut der Bürger dort bereits aus, Google vom Weg abzubringen und den Konzern dazu zu veranlassen, seine Aktivitäten in Schleswig-Holstein bis auf weiteres einzustellen.


Dieses rigorose Vorgehen imponierte offenbar auch dem Bundesland Sachsen, weshalb man sich nun auch dort dazu entschloss, ebenfalls gegen die Ausspäh- und Überwachungs-Taktiken der Firma vorzugehen. So berichtet die Torgauer Zeitung in einem entsprechenden Artikel, Bürgermeisterin Andrea Staude solle die Aufnahme von Bildern der Torgauer Straßenzüge und Grundstücke im Rahmen des Projekts „street-view“ […] untersagen. Darum bäte sie der Vorsitzende der Jungen Union Torgau, Marian Wendt, in einem Schreiben […]. Außerdem soll sich die Stadt an den Sächsischen Datenschutzbeauftragten und den Sächsischen Landtag wenden, um weitere Schritte einzuleiten, so die Zeitung. Anlass für das Schreiben war ein StreetView-Fahrzeug, welches Anfang der Woche die Kreisstadt durchfuhr.


Es ist wahrlich schön zu sehen, dass neben vielen einzelnen Menschen nun auch die Politiker und Behörden zunehmend auf die Datenschutz-Probleme von Google aufmerksam werden und sich dagegen zur Wehr setzen. Da bleibt nur zu sagen: „Weiter so!“


Quelle: .TorgauerZeitung

Chrome soll endlich Marktanteile, Geld und Nutzerprofile bringen – mit einem Tritt in den Hintern

Posted in Überwachung, Chrome, Klagen, Verhandlungen by giwy on 2008-11-24

Obwohl Google’s erst im September gestarteter Überwachungs- und Datensammel-Browser „Chrome“ für das Unternehmen anfangs offenbar noch recht vielversprechend wirkte, liess der Enthusiasmus dafür schnell nach, als kurze Zeit später bekannt wurde, dass jeder installierte Browser eine eindeutige, einmalige ID zugewiesen bekam und auch sonst nicht mit eingebauten Tracking Tools gespart wurde (siehe Vergleichs-Bild mit der überwachungsfreien Alternative „Iron“). Die Geschichte eskalierte darin, dass der Browser bis zuletzt kaum noch heruntergeladen wurde und sich die Mehrzahl der Nutzer wieder ihren ursprünglichen Browsern zuwandten.

Dass ein Browser mit einem Marktanteil von knapp 2% nicht lange überleben wird, ist offenbar sogar den Analysten bei Google klar geworden, weshalb man sich nun dazu entschlossen hat, dem Unterfangen mit einem gehörigen Tritt in den Hintern in Richtung Erfolg nachzuhelfen.

Nach dem Willen des Chrome-Verantwortlichen Sundar Pichai solle der Browser künftig auf neuen PC’s von Groß-Herstellern vorab fest installiert werden.  Experten sind der Ansicht, dass Microsofts IE in den 1990er Jahren den Browser-Kampf gegen den ebenfalls populären Netscape gewonnen hat, weil er auf neuen PCs vorinstalliert war. Diesen Effekt will sich nun auch Google zu Nutze machen: „Wir wollen mit den OEMs zusammenarbeiten und sie dazu bringen, Computer mit Chrome auszuliefern“, meint Pichai gegenüber der Times.

Dadurch will der Konzern seinen Anteil am Browser-Markt ausbauen und im logischen Umkehrschluss auch mehr Daten sammeln können. Denn mehr Nutzer = mehr Daten = mehr vermarktungsfähige Inhalte = mehr Geld für Google. Entsprechende Verhandlungen mit den Firmen laufen offenbar bereits.

Quelle: .diePresse

Zeitungsartikel: Vorsicht mit Google Analytics

Posted in Analytics by giwy on 2008-11-21

Die Datenschutzbehörden von Schleswig-Holstein warnen vor dem Einsatz von Google Analytics. „Nur in wenigen Fällen weisen Websitebetreiber darauf hin, dass dieses Werkzeug im Einsatz ist und eine Übermittlung der Daten zu Google in die USA oder anderswohin erfolgt“, erklärt Thilo Weichert, Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD). „Damit verstoßen sie gegen den Datenschutz.“ Laut Schätzungen arbeiten 80 Prozent der frequentierten, deutschsprachigen Webangebote mit dem Google-Tool, um Nutzerdaten auszuwerten.


Die Datenschützer monieren nicht nur fehlende Hinweise auf diesen Seiten. Ihnen stößt der Umgang mit sensiblen Nutzerdaten auf. Dazu hat das ULD Websitebetreiber befragt. „Die meisten waren überrascht, weil ihnen nicht bewusst war, dass mti Google Analytics Daten ihrer Nutzer bei Google landen und damit sogar ein Transfer ins Ausland verbunden ist“, berichtet Marit Hansen vom ULD.


Google könne, so befürchten die Datenexperten, durch das Zusammenführen von Daten Nutzer identifizieren. Sie raten Firmen, bei Google zu erfragen, wo Statistiken landen. „Seitens Google gibt es widersprüchliche Informationen darüber, inwieweit Daten Service-übergreifend zusammengeführt werden“, so Hansen. „Websitebetreiber sollten der weiteren Nutzung und Zusammenführung der Daten durch Google nicht zustimmen oder der Zustimmung widersprechen.“ Auch Google bekam Post von den Datenschützern. Sie erkundigten sich nach Vertragsregeln von Analytics, nach der Verarbeitung von Daten und Vorkehrungen gegen Missbrauch. „Die Antwort ist relativ inhaltsleer“, meint Hansen. „Sie besteht aus dem Verweis, dass Google in den USA zuständig ist.“ Google bezieht inzwischen unter http://adwords-de.blogspot.com Stellung. „Es gibt keine individuellen Auswertungen auf Rechnern und es erfolgt auch keine Verknüpfung von Daten“, versichert Google-Sprecher Kay Oberbeck.


is/vs


Quelle: .internet World Business (Ausgabe 09/08)

Themenabend-Dokureihe „Google-Datensammlung“ (3 Teile)

Posted in Film / Themenabend by giwy on 2008-11-17

Da es leider auf meinen Eintrag „Filme zum Thema Google und Überwachung“ im September recht wenig Resonanz gab (3 emails, um genau zu sein), habe ich mich dazu entschlossen, einen neuen Weg zu wählen und euch in unregelmässigen Abständen Doku’s bzw. Filme zum Thema Überwachung & Datenschutz(praktiken) bei Google anzubieten. Ich hoffe, meine Idee spricht euch an

Los geht es mit der 3-teiligen Doku-Reihe „Google-Datensammlung“.


Natürlich sind Comments und Emails gern gesehen.


Google – Datensammlung – Teil 1 (09:32)




Google – Datensammlung – Teil 2 (09:44)




Google – Datensammlung – Teil 3 (08:18)




Flu Trends … Google’s next FAIL!?

Posted in Flu Trends by giwy on 2008-11-17

Wie in den vergangenen Tagen berichtet wurde, hat Google erneut ein neues Projekt aus der Wiege gehoben. „Flu Trends“ nennt es sich und soll – nach dem Willen des Unternehmens – nun auch Suchbegriffe zum Ausbrechen von Influenza auswerten können.

Flu Trends soll also in der Lage sein, regionale Großausbrüche von Schnupfen, Fieber und schwerem Halskratzen zwischen 7 und 10 Tagen früher vorherzusagen als sie von Ärzten an die US-Gesundheitsbehörde CDC gemeldet werden, berichtete die „New York Times“ in dieser Woche. So gab es im Frühjahr 2008 im Nordosten der USA einen größeren Ausbruch, den die Google-Forscher schon 14 Tage vor einer entsprechenden Spitze in den CDC-Daten erkennen konnten. Der neue Dienst ist nun direkt im Web zu finden und lässt sich sogar nach Bundesstaat sortieren, jeder erhält so ein individuelles Risikoprofil.

Verkaufen tut der Branchenriese das Päckchen als eigenes Projekt, das der Gesundheitssparte erfolgreich unter die Arme greifen solle. Jeder halbwegs kluge Mensch wird sich aber fragen, ob Google wirklich Grippe-Ausbrüche erkennt oder nur, dass in den Medien über Grippe-Ausbrüche berichtet wurde, und die Leute sich im Internet weiter informieren. Die richtige Antwort hierauf dürfte nicht schwer zu finden sein.

Schliesslich wäre ja auch stark zu bezweifeln, dass jeder, der sich vor wenigen Jahren über die Vogelgrippe informiert hat, tatsächlich die Vogelgrippe gehabt hat. Nach „Health“ nun also der nächste glatte Durchschuss ins Bein der Gesundheitsabteilung im Hause Google? Warten wir’s ab…

Quellen: .nytimes , .div

Google’s Goals for 2009 (eng.)

Posted in Allgemeines, Allgemeines zu Google, Android by giwy on 2008-11-13

Bei einem anderen Blog habe ich eine interessante Theorie bzw. Spekulation über die Ziele von Google im kommenden Jahr gefunden. Man möge diese also mit der entsprechenden Skepsis lesen, die meisten davon erscheinen jedoch durchaus realitisch. Viel Spaß.

Some may say it’s a little too early to start guessing Google’s goals for next year – we’re just past halfway 08. I disagree.

It’s easier to see where Google is coming from these days – they’ve said there going to do something and so far they’ve been doing it. This does NOT mean they’re predictable. Google’s product base is founded on innovation and research, bleeding edge stuff. And I can smell the excitement.

So what’s Google got planned for 2009?

1. Continuing to change the world
Some long term goals are so vague they’re bound to come true. The big G isn’t set to monetize everything. Google.org, the company’s philanthropic arm will continue to be devoted to renewable energy and environmental issues. We’ll see Google trying to become greener, fight disease, improve public services and fuel the growth of small-medium enterprise. They will, in essence, “not be evil” next year.

2. Monetizing existing products
Begining with Youtube Google will monetize their existing product offering. Already got ads? They’ll handle it more intelligently, efficiently. Start thinking about ad’s on Google Maps – it’ll be location and task specific… got a dog walking trail pegged out? It’ll undoubtedly show you nearby pet stores. Looking for a retail chain that sells x? Find its google funded competitors highlighted nearby.

3. Gear everything
Google gears is fantastic. It’s Google technology presently underutilised. Instead of serving pages faster and faster, I’m sure they’ll promote the technology. Gmail is one thing that is sure to be geared in the near future and I can see applications for it in Google’s entire product offering.

4. Andorid Push
It’s do or die for this platform. In 2009 we will see Google trying to keep the momentum going on this one. Why? Android is Google’s window into Africa. In a place where computers are expensive and internet access is sporadic at best, the cell phone is king. It’s predictable now what will happen if Google dont. Android phones will be delayed due to Google’s expansive feature set or some other nigling implementation detail. Other manufacturers who will be looking at HTC will be discouraged by the prospect of implementing Android on their phones and slowly release variants of something Andoird-like but based on their own operating systems thus defeating the entire point.

5. Getting out of Beta
Getting products out of Beta. Specifically Gmail. Gmail has a way to go before its “finished” (if Google products ever have such a state) but I dont think it will be long at all before we get something thats not a Beta.

Even if its a Beta 2.

Quelle: .romathew

Manipuliert Google seine Nutzer künftig beim lesen der Suchergebnisse?

Posted in Allgemeines, Allgemeines zu Google, Überwachung by giwy on 2008-11-07

Wohin schauen Menschen beim Betrachten einer Suchmaschinen-Trefferliste? Diese Frage ist für Suchmaschinenbetreiber ebenso wichtig wie für deren Werbekunden. Denn je nachdem, wo die Werbelinks auf der Seite platziert werden, springen sie dem Betrachter mehr oder weniger stark ins Auge. So hat nun etwa eine Studie von Google gezeigt, dass die ersten Treffer in der Liste besonders häufig und intensiv betrachtet werden. Auch auf die erste Werbeanzeige im sich rechts auf der Seite befindenden Block schauen viele Betrachter. Sieht der Seitenbesucher die Liste jedoch länger an, schweift sein Blick auch auf die weiter unten aufgelisteten Treffer. Verlässt er die Trefferliste und kehrt er anschließend wieder zurück, blickt der Betrachter eher auf die in der Mitte und weiter unten angeordneten Treffer.

Um herauszufinden, wie ein Internet-Nutzer eine Trefferliste einer Suchmaschinenanfrage betrachtet, wird häufig die Methode des sogenannten Eyetracking eingesetzt. Dieser englische Begriff lässt sich mit „Blickbewegungsregistrierung“ übersetzen und besagt, dass mit Hilfe technischer Mittel erfasst wird, wohin der Anwender seinen Blick zu welchem Zeitpunkt richtet. Zur Aufzeichnung der Daten werden meist spezielle am Kopf befestigte Geräte verwendet, die mit einer Kamera ausgestattet sind. Dabei ist die Kamera so ausgerichtet, dass sie denselben Bereich erfasst, der mit den Augen fixiert wird. Das Verfahren wird auch in der Psychologie, Neurologie und in der Werbebranche eingesetzt, indem beispielsweise überprüft wird, welche Bereiche von Zeitungs- und Zeitschriftenseiten von einem Betrachter als erstes wahrgenommen werden.

Google will also mit diesen Versuchen eine Auswertung der für die Online-Werbung relevanten Seitenbereiche im Page-Layout erreichen. Google lebt von den Einnahmen durch die Werbung bzw. durch den entsprechenden Klick auf die relevanten Inhalte und Links, daher ist die Arbeit mit den „Blickbewegungsregistrierungs“-Versuchen gut investiertes Geld… für Google jedenfalls. Inwiefern sich das ganze für den Nutzer auszahlen wird, bleibt jedoch abzuwarten. Es ist zu erwarten, dass die finanziell relevanten Ergebnisse von Google künftig geschickter und unauffälliger in die Ergebnisse eingebaut werden. Vorstellbar ist hier z.B., als jedes zweite Ergebnis auf der ersten Seite einen Advertisement-Link einzubauen oder gleich ein Zufalls-Verfahren zu verwenden.

Quelle: .de.news.yahoo.com