Google is watching you! "Don't be evil" ? – Pah..

C&A vs. ‚Die TopNews‘ … oder: zahlte Google Schmiergelder?

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Wenn ihr in den letzten Tagen die Nachrichten verfolgt habt, wird euch nicht entgangen sein, dass C&A das Nachrichtenportal ‚Die TopNews‚ abgemahnt hat. Als Anlass hierfür nahm C&A, dass ‚Die TopNews‘ in Artikeln über C&A per AdSense Werbung plazierte, welche aber gar nicht auf Angebote von C&A, sondern von Konkurrenten verwies. Dies sorgte bei C&A natürlich für Aufsehen, und so wurde Klage eingereicht. Bezogen wurde sich dabei auf das “Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb”, §2 Ziffer 1.

Hier mal 2 Bilder, um darzustellen, worum es sich handelt. Interessant ist vor allem beim 2 Bild, wie das Verhältnis zwischen Artikelinhalt (dunkle Graustufen) und Werbung (helle Graustufen) ist. Naja, irgendwoher muss die Kohle ja kommen.

Möglich wäre auch, dass sich Google hier einem Präzedenzfall gegenübergestellt sieht, der für die zeitnahe Schließung bzw. das Verbot des Dienstes sorgen wird. Wie auch in der diesem Artikel angehängten PDF „Google Ad-Words und das Markenrecht“ von RA 3462-500x300_swDr. Schirmbacher in München ersichtlich, ist grundsätzlich nichts gegen derartige Werbung einzuwenden – solange sie einwandfrei als solche zu erkennen ist. Google wird somit also wahrscheinlich ein wenig an der Optik schrauben müssen, um künftigen Klagen zuvorkommen zu können.

Zudem müsste man sich fragen, was dann mit Werbung in Print-Medien wäre? Angenommen, im ‚Spiegel ein Bericht über die Geschäftstätigkeit von C&A ist und am Rand der Seite eine Werbeanzeige von H&M? Klage? Sofortige Abmahnung? Das Ende eines des beliebtesten deutschen Magazine? Ihr versteht, was ich meine.

Zuletzt muss sich Google die Frage gefallen lassen, ob und wenn wieviel Geld bei diesem Fall im Spiel war. Denn wie in der Fall-History beim Beklagten unschwer zu erkennen ist, nahm C&A die Klage binnen 1 Tages zurück. Lapidar begründete man dies mit einem Missverständnis. Wäre es nicht eher möglich, dass Google befürchtete, dass sich aus diesem Fall ein Präzedenzfall entwickelt, der weitere Schwierigkeiten und eventuell die Schließung eines der für Google wichtigsten Projekte (Allein im vergangenen Quartal weltweit rund 1,7 Milliarden Dollar mit dieser Form der Werbung = rund ein Drittel der Gesamterlöse) nach sich ziehen könnte? Den Beteiligten ein wenig Bares unterzuschieben erscheint da als weitaus einfachere Lösung. Mafiamethoden? Vielleicht.

Quellen: .diverse , . Pressemitteilung d. Bundesgerichtshofs v. 2009-01-22 , .RA Dr. Martin Schirmbacher

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