Google is watching you! "Don't be evil" ? – Pah..

Großbritannien: Massive Kritik gegen StreetView

StreetView scheint sich langsam aber sicher um unbeliebtesten Tool aus Google’s Programmier-Werkstatt zu mausern. Erst vor wenigen Tagen unter anderem in Großbritannien gestartet (GiWY berichtete), wurde der Dienst bereits wenig später von der britische Datenschutz- und Bürgerrechtsorganisation ‚Privacy International‘ aufs schärfste kritisiert (GiWY berichtete). Und als ob dies noch nicht genug wäre, steigt nun auch der Unmut bei der breiten Öffentlichkeit.

So häufen sich die Beschwerden von Briten, die ihre Privatsphäre durch Bilder des Straßenansichtdienstes verletzt sehen. Mehrere Medien berichten, dass die Zahl der Beschwerden in die Hunderte geht, beanstandet wurden Fotos, die Personen beim Besuch eines Sexshops zeigen, beim Steinewerfen und beim Sich-Übergeben auf der Straße und auch das Ehepaar Tony und Cherie Blair monierte, dass Google Street View zu nahe an ihre Privatspähre gerückt ist. Fotos ihres Wohhauses in West London wurden am Freitag entfernt. Nun hat auch die Sonntagsausgabe des Independent Google auf anstößige Straßenansicht-Fotos aufmerksam gemacht: Bilder von nackten Kindern.

sex-shop_sw

Entfernt: eines der beanstandeten Bilder zeigte diesen Mann in Soho, der einen Sex-Shop verlässt.

(more…)

Werbeanzeigen

Ex-Google-Mitarbeiter über die Arbeit bei Google: Zu viele Debatten über Kleinkram

Posted in Allgemeines zu Google, Finanzielles, Kritisches by giwy on 2009-03-23

Douglas Bowman war bis vor kurzem Visual Design Lead bei Google und arbeitete beinahe drei Jahre dort an neuen Produkten und Ideen und baute dafür ein ganz neues Team auf. Er sei stolz auf das Team, man habe fantastische Arbeit geleistet, aber er müsse nun seine Zelte abbrechen, schreibt Bowman in seinem Blog. Es sei reizvoll gewesen, an Produkten dieser Größe für Millionen Menschen zu arbeiten, aber er hätte bei seinem Einstieg einen wichtigen Punkt übersehen.

Google habe seit seiner Gründung niemanden in der Führung gehabt, der die Grundlagen des Designs verstanden habe, sondern sich stets an die Entwickler gewandt, die jedes Problem auf Logik reduzieren würden, um dann Daten erheben, bevor sie eine Entscheidung treffen. Es sei tatsächlich wahr, dass Google sich nicht zwischen zwei Blautönen habe entscheiden können und deswegen 41(!) Schattierungen zwischen diesen Tönen getestet habe, um festzustellen, welche Farbe die bessere sei.

Kürzlich habe er eine Debatte darüber führen müssen, ob ein Rahmen eines Fensters 3, 4 oder 5 Pixel breit sein solle und sei gebeten worden, seinen Standpunkt zu belegen. In so einer Umgebung könne er nicht arbeiten und sei den Diskussionen über solchen Kleinkram müde geworden. Es gäbe in dieser Welt interessantere Designprobleme zu lösen. Er sei dennoch dankbar für die Möglichkeit, bei Google zu arbeiten. Er werde Dinge wie kostenloses Essen oder die Besuche von Prominenten vermissen, aber sicher nicht die Design-Philosophie, die nur von reinen Daten lebe.

Quelle: .Gamestar , .Blogeintrag