Google is watching you! "Don't be evil" ? – Pah..

Google: Ideenschmiede oder zerstörerischer Moloch? (7/7)

Posted in Allgemeines zu Google, Überwachung, Datenspeicherung, Dienste, Studien by giwy on 2009-06-15

Fazit (7/7)

Auch Google gewinnt nicht jede Schlacht. Beispielsweise verschwanden im Januar die teilweise zugekauften Angebote Dodgeball, Jaiku, Video, Catalogs, Notebook und Mashup Editor sang- und klanglos aus dem Google-Universum. Wer diese kleinen Niederlagen aber als ernste Krisen aufzubauchen versucht, liegt vollkommen daneben.

Es ist vielmehr so, dass Google die Ressourcen und das Potenzial hat, Dinge einfach einmal auszuprobieren. Sollten sie nicht funktionieren, verschwinden sie eben wieder vom Markt. Der Verlust hält sich für Google immer in Grenzen.

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Google: Ideenschmiede oder zerstörerischer Moloch? (6/7)

Posted in Allgemeines zu Google, Überwachung, Datenspeicherung, Dienste, Studien by giwy on 2009-06-15

Google und Werbung (6/7)

Von allen Branchen, denen Google das Fürchten gelehrt hat, hatte das keine nötiger als die Zunft der Werbetreibenden. Und die durch Google ausgelöste kreative Zerstörung schreitet unaufhaltsam voran. Werbung bewegt sich weg von überkommenen Modellen, hin zu Anzeigen, die exakt auf die Zielgruppe zugeschnitten sind, deren Wirksamkeit bis ins kleinste Detail gemessen wird und die nach durch den Markt ausbalancierten Preisen abgerechnet wird.

So sollte Anzeigenwerbung eigentlich schon immer aussehen. Das bisherige Modell bevorteilte aber Zwischenhändler, die die tatsächliche oder auch vorgeschobene Informationsknappheit dazu benutzten, die Preise von Anzeigen und damit auch ihre Provisionen hochzutreiben.

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Google: Ideenschmiede oder zerstörerischer Moloch? (5/7)

Posted in Allgemeines zu Google, Überwachung, Datenspeicherung, Dienste, Studien by giwy on 2009-06-15

Google und E-Mail (5/7)

Dem E-Mail-Geschäft hat Google bereits vor Jahren mit dem Start von Google Mail den Garaus gemacht. Zwar gab es auch davor schon kostenlose Online-E-Mail. Die Angebote waren aber hinsichtlich Speicherplatz und Funktionsumfang sehr begrenzt.

Wer eine wirklich brauchbare E-Mail-Anwendung suchte, musste sie kaufen, eine Freeware-Version auf seinem Rechner installieren oder für einen Online-E-Mail-Service bezahlen. Google Mail hat viele dieser Angebote verdrängt. Dennoch versorgen immer noch eine ganze Menge an E-Mail-Servern ihre Anwender mit nützlichen Diensten – auch, wenn ein großer Teil von ihnen diese auch von Google Mail bekommen könnte.

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Google: Ideenschmiede oder zerstörerischer Moloch? (4/7)

Posted in Allgemeines zu Google, Überwachung, Datenspeicherung, Dienste, Studien by giwy on 2009-06-15

Google und Betriebssysteme (4/7)

An dem Tag, an dem der Webbrowser das Framework geworden ist, für das die meisten Entwickler ihre Anwendungen auslegen, hat Google gewonnen. Wer verliert ist auch klar: Microsoft und Apple. Sie sollten Google fürchten, das sich gegenwärtig anschickt, auch die Browser-Welt zu erschüttern.

Seit das Unternehmen mit Chrome einen eigenen Browser vorgestellt hat, drängt es Entwickler, HTML 5 abzuschließen, anzunehmen und auszurollen. Denn HTML 5 bringt Funktionen, die den Browser zu einer weitaus mächtigeren Applikationsplattform machen, als er es heute ist.

Mit HTML 5 können Anwendungen schnell und scheinbar wie auf dem Desktop ausgeführt werden – und auch dann noch arbeiten, wenn die Verbindung zum Internet unterbrochen ist. Setzt sich HTML 5 durch, wird den Anwendern das als Grundlage für den Browser verwendete Betriebssystem bald gleichgültig sein. Internet Explorer und Safari unterscheiden sich zu wenig, um ihre Benutzer an das dazugehörige Betriebssystem zu fesseln. Und zählen wird vor allem der Browser.

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Google: Ideenschmiede oder zerstörerischer Moloch? (3/7)

Posted in Allgemeines zu Google, Überwachung, Datenspeicherung, Dienste, Studien by giwy on 2009-06-15

Google und die Telekommunikation (3/7)

Das derzeit noch in einer Versuchsphase steckende Google Voice hat das Potenzial, die Strukturen der Telekommunikationsbranche kreativ zu zerstören. Im Augenblick benötigt der Dienst noch bestehende Telefonleitungen. Es liegt aber nahe, dass das Unternehmen irgendwann entweder eigene Telefondienstleistungen anbieten wird, oder sich zumindest mit Mobilfunknetzbetreibern zusammentut, ähnlich, wie es das auch bei der Vermarktung des Mobiltelefonbetriebssystems Android schon getan hat. Ziel dürfte es auf jeden Fall sein, Telefonie im Google-Look-and-Feel anzubieten.

Im Gegensatz zu allen anderen internetbasierenden Telefonielösungen, die von Nutzern verlangen, ihre Nummern und Kontakte auf das neue System umzustellen, soll Google Voice auch für Nutzer funktionieren, die sich nicht in einem Rutsch komplett umstellen wollen. Das macht es aus Sicht der etablierten Anbieter so heimtückisch und aus Sicht der Anwender so schlau: Wer seinen Kontakten statt seiner Festnetz- oder Mobilfunknummer seine Google-Voice-Nummer gibt, befreit sich aus der Abhängigkeit von seinem Carrier. Er kann seine Nummer unkompliziert umstellen, wenn er diesen wechselt.

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Google: Ideenschmiede oder zerstörerischer Moloch? (2/7)

Posted in Allgemeines zu Google, Überwachung, Datenspeicherung, Dienste, Studien by giwy on 2009-06-15

Google und der Journalismus (2/7)

Die Zahl der Nutzer, die über die Google-Suche auf Nachrichten-Web-Sites und Blogs kommen, nimmt ständig zu. Diese Besucher bekommen aber nur wenig vom Gesamtauftritt des Angebots mit. Die Folge: Die Leserbindung wird schwächer.

Für die traditionellen Strukturen in der Medienlandschaft ist das tödlich. Warum? In jeder regelmäßig erscheinenden Publikation gibt Artikel, die von vielen gelesen werden und Artikel, die nur eine kleine Minderheit der Leser interessiert. Die meisten gehören zur zweiten Kategorie. In der Regel tippen sich die Autoren zu ihren Spezialthemen die Finger wund, immer in der Hoffnung, einmal eine bahnbrechende Geschichte zu schreiben. Oder anders gesagt: Sie werden dafür bezahlt, es immer wieder zu versuchen.

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Google: Ideenschmiede oder zerstörerischer Moloch? (1/7)

Posted in Allgemeines zu Google, Überwachung, Datenspeicherung, Dienste, Studien by giwy on 2009-06-15

Google –  Ideenschmiede oder zerstörerischer Moloch? (1/7)

Ist Google eine Quelle kreativer Zerstörung oder vernichtet der Konzern lediglich vorhandene Strukturen? Viel spricht für das erstere. Firmen, deren Branche Google aushöhlt, sehen aber wohl nur wenig Positives in den Umwälzungen.

Googles Strategie ist es, über zahlreiche unterschiedliche Märkte hinweg Dienste zu schaffen, die sich zwischen den Nutzer und andere Online-Services schieben und die gleichzeitig sowohl als Frontend als auch als Gateway agieren. Geld verdient Google einerseits mit dem Traffic auf diesen Gateway-Sites, häufig aber auch damit, von diesen Gateways Traffic zu anderen Seiten weiterzuleiten.

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Kommentar: Politiker unterstützen Rechtehalter im Kampf gegen Google

Posted in Book Search, Finanzielles, Klagen, Verhandlungen by giwy on 2009-06-03

Gegen die millionenfache Digitalisierung von Büchern durch den Internetgiganten Google und dessen sträfliche Ignoranz gegenüber den Rechteinhabern wenden sich jetzt verstärkt auch deutsche Politiker. Sie tun dies reichlich verspätet, dafür aber weniger halbherzig als noch vor einem Monat, als mehr als 1000 Autoren und Verleger sie mit dem „Heidelberger Appell“ in die Pflicht nehmen wollten. Damals boten Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) nur wolkige Solidaritätsphrasen auf, um die skandalöse geistige Enteignung durch die „Google-Buchsuche“ denkbar dezent zu monieren.

Jetzt, endlich, scheinen erste pragmatische Schritte zur Unterstützung entrechteter Autoren in Sichtweite: Bernd Neumann fordert die Europäische Kommission auf, zeitnah zu prüfen, ob und wie die Europäische Union Einfluss auf den in den USA geschlossenen Google-Vergleich nehmen kann, der bislang nur eine sehr geringfügige Entschädigung enteigneter Autoren vorsieht. Auch Vizekanzler Frank Walter Steinmeier (SPD) spricht sich für eine rasche Intervention der EU-Kommission aus. Zugleich stellt er in Aussicht, die Bundesregierung werde deutsche Autoren in ihrem Widerstand gegen das so genannte Google Settlement unterstützen. Dies auch deshalb, weil der unrechtmäßige Bücherraubzug des kalifornischen Suchmaschinisten deutlich zu Lasten von europäischen Digitalisierungsprojekten wie Europeana und Libreka gehe.

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„Google steuert auf schwere Zeiten zu“, Artikel aus der ‚ComputerZeitung‘

Posted in Überwachung, Datenspeicherung, Dienste, Finanzielles, Kritisches, Studien by giwy on 2009-04-01

Computerzeitung.de hat vor kurzem einen sehr guten Artikel zu Googles Diensten und Finanzen veröffentlicht, den ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Wie gewohnt könnt ihr den Artikel im Full-Quote auch hier im Blog lesen. Für alle anderen ist die Quelle unten verlinkt.


Sicherheitslücken, fehlende Enterprise Unterstützung und Entlassungen: Dem einstigen Branchenliebling Google bläst zur Zeit ein rauer Wind ins Gesicht.

Auch wenn Google als einer der Vorreiter des Cloud Computing gilt – erst gestern haben die Kalifornier ihre Web-Applikation „Texte und Tabellen“ um eine Zeichenfunktion erweitert – so häufen sich doch kritische Stimmen: Wurde Google auf der Cebit noch mit dem Innovationspreis 2009 in der Kategorie IT-Security ausgezeichnet, fordern jetzt US-Datenschützer ein staatliches Vorgehen gegen die Internet-basierten Dienste des Konzerns. Enterprise Anbieter beklagen eine fehlende Social-Networking-Komponente in den Google Web-Applikationen. Und nicht zuletzt reagiert das Unternehmen mit der bereits dritten Entlassungswelle in diesem Jahr auf das dank weltweiter Finanzkrise schlecht laufende Anzeigengeschäft.

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Google entlässt erneut Mitarbeiter

Posted in Finanzielles, Personelles by giwy on 2009-03-30

Nachdem Google’s schwarzer Januar ja nun vorbei ist, besann sich offenbar auch CEO Eric Schmidt eines besseren und verzichtete darauf, nochmals Google’s Unabhängigkeit bzw. Unbetroffenheit gegenüber der Wirtschaftskrise zu betonen. Wieso, das zeigt sich jetzt. Denn erneut fallen 200 Stellen weg, was etwa einem Prozent der Belegschaft entspricht.

Als (fadenscheinige) Begründung gab man an, während der schnellen Expansion seien zu viele Mitarbeiter eingestellt worden, die dieselben Aufgaben hätten.

Die Entlassungen konzentrieren sich auf die Abteilung, die Googles Werbeplätze verkauft. Es ist der bislang größte Einschnitt in der Unternehmensgeschichte. Bereits im Januar hatte der Konzern 100 Stellen in der Personalvermittlung gestrichen. Google hat 20 200 Mitarbeiter.

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